Lexikon
Abdomen
Unter Abdomen versteht man in der Medizin den Bauch. Damit ist der gesamte Bereich zwischen dem Brustkorb und dem Becken erfasst.
Adenosintriphosphat (ATP)
Besteht aus drei Phosphatresten, einem Zucker und der Base Adenin. ATP kann in der DNA eingebaut sein und ist einer der wichtigsten Energieträger des menschlichen Körpers.
Adipositas
Der lateinische Begriff Adipositas bedeutet starkes oder krankhaftes Übergewicht, oft wird er auch als „Fettleibigkeit“ oder „Fettsucht“ übersetzt. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird von einer Adipositas gesprochen, wenn Menschen einen sogenannten Körpermassenindex oder Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m² haben. Der BMI ist allerdings nur ein grober Richtwert.
Aktionspotenzial
Erregbare Zellen (wie Nerven- und Muskelzellen) sind in der Lage Aktionspotenziale zu erzeugen. Ein eingehender Reiz an diesen Zellen verursacht Ladungsveränderungen an der Zellmembran. Wird dabei ein betimmter Schwellenwert überschritten, so erzeugt die erregbare Zelle ein Aktionspotenzial welches weitergeleitet wird. Es dient in der Konsequenz der Informationsvermittlung.
Alkylumlagerung
Alkyle sind chemisch funktionelle Gruppen aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Von einer Umlagerung spricht man in der Chemie, wenn gewisse Verbindungen örtlich versetzt werden. Eine Alkylumlagerung ist im Rahmen biochemischer Prozesse somit als eine veranlasste Versetzung der Alkylgruppe zu sehen. Hierbei können Alkylgruppe von einem Molekül auf das nächste Molekül übertrag oder umgelagert werden.
Allergien
EineAllergieist eineüberempfindliche Immunreaktiondes Körpers auf Fremdstoffe (Antigenebzw.Allergene). Der Körper reagiert mitEntzündungszeichenund der Bildung vonAntikörpern. Eine Allergie kann sich in Form von leichten Hautausschlägen, aber auch in lebensbedrohlichen Reaktionen manifestieren (anaphylaktische allergische Reaktion).
Alzheimer
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Kausal für die Erkrankung sind Ablagerungen im Gehirn. Die Betroffenen verlieren zunehmend ihre Gedächtnisleistung. Des Weiteren kommt es zu Veränderungen der Persönlichkeit.
Anabole Reaktion
Der gesamte Stoffwechsel wird eingeteilt in katabole und anabole Reaktionen. In anabolen Reaktionen werden unter Energieverbrauch körpereigene Stoffe aufgebaut.
Anaerobe Belastung
Bei schnellen, intensiven Belastungen benötigt der Körper in kürzester Zeit viel Energie. Die aerobe Energiegewinnung ist nicht mehr möglich, da Angebot und Verbrauch an Sauerstoff in Muskeln und Gewebe aus dem Gleichgewicht gerät. Deshalb wandelt der Körper Kohlenhydrate nun ohne Sauerstoffin Energie um. Dabei fällt Laktat an. Dies nennt mananaeroben Energiestoffwechsel.
Anthocyane
Anthocyan ist der Überbegriff für eine zu den Flavonoiden Gruppe von Pflanzenfarbstoffen, die Blüten und Früchten eine rote, violette und dunkelblaue Färbung verleihen. Sie sind sehr gut in Wasser löslich und besitzen zahlreiche physiologische Funktionen – insbesondere wirken sie als starkes Antioxidans.
Antibiotika
Ein Antibiotikum ist ein medizinisch eingesetzer Stoff, der in erster Linie gegen Mikroorganismen wirken soll. Im engen Sinne sind Antibiotika Substanzen, die gegen Prokaryoten (insbesondere Bakterien) eingesetzt werden. Versteht man den Begriff weit, so fallen sämtliche Stoffe darunter, die eine Wirkung gegen Mikroorganismen entfalten.
Antiinflammatorisch
Antiinflammatorisch ist eine andere Bezeichnung für entzündungshemmd oder gegen eine Entzündung wirkend.
Antioxidantien
Radikalfänger oder auch Antioxidantien sind Stoffe, die aggressive freie Radikale einfangen und sie so „unschädlich“ machen. Die über die Nahrung aufgenommenen Radikalfänger werden als natürliche Antioxidantien bezeichnet – wichtigste Beispiele sind Vitamin C (Ascorbinsäure in Paprika, Grünkohl und Zitrusfrüchten), Vitamin E (in pflanzlichen Ölen), Flavonoide (in Tee, Kaffee, Rotwein, Zimt, Kakao) und Carotinoide (in Obst, Gemüse und Eiern).
Aquaporine
Aquaporine sind kleinste Kanäle in Zellmembranen, die den Wasserein- und Wasserausstrom regulieren. Sie werden daher auch Wasserkanäle genannt. Je nach Bedarf kann die Zahl an Wasserkanälen variiert werden, indem vermehrt Kanäle ein- oder ausgebaut werden.
Arbeitsmedizin
Die Arbeitsmedizin ist ein eigenständiger Bereich in der Medizin. Mediziner können im Rahmen einer Facharztausbildung die Zusatzbezeichnung „Facharzt für Arbeitsmedizin“ erlangen. Dieser Bereich beschäftigt sich zusammengefasst mit der Gesundheit und Belastbarkeit des Menschen in Zusammenhang der individuellen Gegebenheiten und Herausforderungen der konkret gewählten Arbeit.
Arteriosklerose
Die Begriffe „Atherosklerose“ und „Arteriosklerose“ werden im klinischen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet, obwohl das nicht ganz korrekt ist. Als Arteriosklerose bezeichnet man generell jede Verhärtung der Arterienwand, unabhängig von deren Entstehung (ernährungsbedingt, genetisch). Atherosklerose bezeichnet „Arterienverkalkung“ aufgrund vermehrter Einlagerung von Cholesterin und anderen Fetten in die innere Wandschicht arterieller Blutgefäße.
Atmungskette
Die Atmungskette ist ein Teil des Energiestoffwechsels der meisten Lebewesen. Sie befindet sich in den Mitochondrien, den sogenannten „Kraftwerken“ der Zelle. In der Atmungskette wird durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser Energie frei, die zur Bildung von ATP genutzt wird. ATP ist der lebensnotwendige „Sprit“ der Zelle.
Bakterien
Bakterien sind kleine Zellen – also Lebewesen – die in unterschiedlichsten Erscheinungsformen überall auf der Welt zu finden sind. Bakterien haben keinen Zellkern – ihre DNA schwimmt frei in der Zelle. Man unterscheidet „nützliche“ von „schädlichen“ Bakterien, wobei diese Grenzen schnell verschwimmen können. Ist das Immunsystem geschwächt, können selbst nützliche Bakterien schwere Krankheiten verursachen. Viren – sogenannte Bakteriophagen – können Bakterien befallen, deren DNA verändern, diese zu gefährlichen Krankheitserregern machen oder Resistenzen gegen Antibiotika verursachen.
Ballaststoffe
Ballaststoffesind für den menschlichen Organismus nicht verwertbare, längerkettigeKohlenhydrate. Sie werden im Gegensatz zu anderen Kohlenhydraten nicht aufgespalten, erreichen nahezu unverändert denDickdarm und werde wieder ausgeschieden.
Betacarotin
Beta-Carotin oder auch Provitamin A ist ein rotgelber Naturfarbstoff, der in vielen pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem aber Karotten, Tomaten, Grünkohl, Spinat, Orangen, Paprika und Broccoli zu finden ist. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A und hat als Antioxidans gesicherte zellschützende Wirkung.
Bindegewebe
Als Bindegewebe bezeichnet man ein den ganzen Körper durchziehendes, umhüllendes und verbindendes Gewebe. Bindegewebe ist für den Körper unverzichtbar, denn es erhält Organformen aufrecht und schützt vor Beschädigungen, dient als Wasserspeicher und spielt als Ort von Abwehrreaktionen gegen Krankheitserreger eine zentrale Rolle.
Biochemie
Die Biochemie ist eine Disziplin, die sich mit chemischen Abläufen in lebenden Organismen beschäftigt. Man spricht insofern auch vom sog. Stoffwechsel.
Bioverfügbarkeit
Unter dem Begriff der Bioverfügbarkeit versteht man den Anteil einer Arzneimitteldosis, der auch tatsächlich dem System zur Verfügung steht. Somit ist dies insbesondere ein Begriff der Pharmakologie, wird jedoch auch in anderen Zusammenhängen erwähnt und analog angewendet.
Blausäure
Die auch als Cyanwasserstiffsäure bezeichnete Blausäure findet man in geringen Mengen in vielen nahrungsmitteln wie beispielsweise Kirschen oder Aprikosen. Es handelt sich um einen giftigen Stoff, der allerdings bei geringem Konsum vom Körper problemlos neutralisiert werden kann.
Body-Mass-Index (BMI)
Unter dem BMI versteht man eine schlichte Formel zur Einordnung seines Gewichts. Hierbei wird das eigene Körpergewicht in Kilogramm durch die gegebene Körpergröße in Quadratmeter geteilt. Je nach resultierenden Wert findet man sich in der Kategorie „normalgewichtig“, „übergewichtig“ oder „adipös“.
Broca-Formel
Mittels der sog. Broca-Formel kann schnell und einfach das Idealgewicht berechnet werden. Hierbei zieht man von der eigenen Körpergröße in Zentimeter den Wert 100 ab. Das resultierende Ergebnis sollte dann um 10 bis 15 % gekürzt werden. Allerdings ist diese Berechnungsform inzwischen mehr oder weniger veraltet, weshalb an die Stelle der Broca-Formel die BMI-Berechnung getreten ist.
Carotinoide
Cartinoide werden bevorzugt von Pflanzen gebildet und sorgen für eine gelbe, organene oder rote Farbe. Man spricht insofern auch von Pigmenten und zählt sie zu den skundären Pflanzenstoffen. Die Pflanzen synthetisieren diese Stoffe, da sie für die Photosynthese benötigt werden. Im menschlichen Körper werden sie insbesondere für den Sehvorgang und das Immunsystem gebraucht.
Chiasamen
Chia ist ein quellender Samen, der vor allem Ballaststoffe und pflanzliche Omega-3-Fettsäuren liefert. Bei einer maximalen Tagesverzehrsmenge von 15 Gramm Chia-Samen tragen die dadurch zugeführten Ballaststoffe (5 Gramm) zu 17 Prozent zur täglich empfohlenen Ballaststoff-Menge bei.
Cholesterin
Cholesterin ist ein Stoff, den man zu den Lipiden zählt. Als wesentlicher Bestandteil der Biomembrane leistet Cholesterin einen großen Teil zur Membranfluidität bei. Des Weiteren verwendet der Körper Cholesterin als Ausgangssubstanz zur Synthese diverser Hormone und von Vitamin D. Mithin ist Cholesterin ein Hauptbestandteil der Gallensäure. Cholesterin trägt nach hueitgem Wissensstand zur Verkalkung der Gefäße bei, weshalb im Rahmen einer Gesundheitsuntersuchung des Gesamtcholesterin sowie HDL- und LDL-Cholesterin bestimmt werden.
Cofaktor
Darunter fallen Coenzyme und Cosubstrate. Die Hauptfunktion liegt darin einen Beitrag zu einer chemischen Reaktion beizutragen, indem sie für ein ordnungsgemäßes arbeiten des Hauptprotagonists, wie einem Enzym, sorgen. Cofaktoren können dabei selbst verbraucht werden oder bleiben am Ende unverändert erhalten.
Cornea
Die Cornea, auch Hornhaut genannt, ist der am weitesten vorne gelegene Teil des Augapfels. Mithin ist dieser Teil des Auges der erste Bereich auf den einfallendes Licht trifft. Die Cornea geht nach hinten über in die Lederhaut und ist nicht selten mitursächlich für Fehlsichtigkeiten.
Dermatitis (DNA)
Die Haut besteht aus drei Hauptschichten (von außen nach innen: Epidermis, Dermis und Subcutis). Bei einer Dermatitis ist die mittlere Schicht entzündet. Ursache hierfür können eine Vielzahl an Hautveränderungen sein (z. B. bakterielle Infektion).
Desoxyribonukleinsäure (DNA)
Die DNA ist – wie für Produkte der Strichcode – für jeden Menschen einzigartig und Träger aller Informationen, die diesen Menschen ausmachen. Die strickleiterförmige DNA wird gut geschützt im Zellkern aufbewahrt. Mutationen – also kleine Veränderungen des Erbgutes – können schwerwiegende bis tödliche, aber auch vorteilhafte Folgen haben. Beispiele sind Krebs oder angeborene Erkrankungen wie das Down-Syndrom, aber auch positive Anpassungsvorgänge der Menschen an Umweltveränderungen.
Diarrhoe
Von Diarrhoe spricht man, wenn Betroffene mindestens drei Mal am Tag flüssigen Stuhlgang haben. Allerdings ist Diarrhoe nie als eine Diagnose zu sehen, sondern nur ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung (wie Magen-Darm-Virus).
Diversität
Diversität bedeutet „Verschiedenheit, Vielfältigkeit“. Dies lässt sich unter anderem auf die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Ebenen beziehen.
Dysarthrie
Eine Dysarthrie ist die Störung des Sprechens. Die für die sprachliche Artikulation notwendige motorische Leistung ist herabgesetzt. Ursache hierfür ist eine Schädigung im ZNS oder der für die Motorik notwendigen Nerven.
Eisenüberladung
Eine Eisenüberladung wird in Fachkreisen als Hämochromatose bezeichnet. Im Rahmen einer erhöhten Eisenkonzentration im Blut kommt es zur vermehrten Ablagerung dieses Eisens im gesamten Organismus. Man unterscheidet dabei mehrere Formen der Hämochromatose. Gemeinsam haben sie die Symptome von Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen und Libidoverlust. Betroffene einer Eisenüberladung tragen unbehandelt ein erhöhtes Risiko für eine Herzinsuffizienz, Leberversagen und Leberkarzinom in sich.
Endoplasmatisches Retikulum (ER)
Das ER ist das „Versandhaus“ der Zelle. Ohne ER könnten eigens produzierte Proteine und viele andere Stoffe nicht aus der Zelle gelangen, da sie zu groß für die kleinen Poren in der Zellmembran sind. Deshalb müssen sie adäquat verpackt und adressiert werden, damit die Zellmembran weiß, wann sie die Schranken öffnen muss.
Energiebedarf
DerEnergiebedarfwird in einenGrundbedarf(Grundumsatz) undLeistungsbedarf (Leistungsumsatz) aufgeteilt. Der Energiebedarf ist eine sehr individuelle Größe und hängt unter anderem von Alter, Größe, Geschlecht, Körpergewicht und körperlicher Aktivität in Beruf und Freizeit ab.
Energieverbrauch
Der Energieverbrauch beschreibt die Energiemenge, die der Körper aus der Nahrung gewinnt, um Lebensfunktionen zu erhalten und aktiv sein zu können. Dabei dient die Energiegewinnung dem Strukturerhalt, dem Stoffwechsel, der Atmung, der Wärmeproduktion und der Bewegung.
Enzephalopathie
Enzephalopathie setzt sich aus den Teilwörtern Enzephalon = Gehirn und -pathie zusammen. Das angehängte -pathie steht in der Medizin stets für Erkrankung. Des gesamte Wort Enzephalopathie ist folglich ein Überbegriff für Erkrankungen, die das Gehirn als Ganzes betreffen.
Enzym
Enzyme wirken in unserem Stoffwechsel als Katalysator. Die primäre Kompetenz liegt darin ein für das Enzym spezifisches Substrat umzusetzen. Enzyme werden dabei allerdings nicht chemisch verändert. Im Rahmen chemischer Reaktionen setzen sie die dafür notwendige Aktivierungsenergie herab und sorgen so für eine schneller stattfindende Reaktion.
Erythrozyten
Erythrozyten nennt man auch rote Blutkörperchen. Sie gehören zu dem zellulären Bestandteil des Blutes und enthalhten Hämoglobin. Sie dienen insbesondere dem Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid. Erythrozyten besitzen keine Zellorganellen und keinen Zellkern.
Essenziell
Der Begriff essenziell taucht immer dann auf, wenn es um Bestandteile geht, die notwendig für den Körper sind, aber nicht selbst erzeugt werden können. Die Konsequenz ist, dass der Mensch diese Bestandteile von außen zuführen muss.
Exposition
Von einer Exposition spricht man, wenn ein Gesamtorganismus (z. B. der Mensch) oder Teile davon mit Einflüssen von außen bewusst oder unbewusst in Kontakt kommen. Vereinfacht kann man sagen, dass der Organismus oder Bestandteile davon externen Bedingungen bewusst oder unbewusst ausgesetzt ist.
Ferritin
Ferritin ist ein Glykoprotein, dass im Rahmen der Eisenspeicherung in den Zellen eine wichtige Rolle spielt. Die Konzentration dieses Stoffes ist abhängig vom Eisengehalt. Umso mehr Eisen existiert, desto mehr Ferritin wird auch erzeugt. Somit dient es als guter Überprüfungsindikator für den Eisengehalt. Des Weiteren wird Ferritin auch vermehrt bei Infektionen, Entzündungen und malignen Erkrankungen erzeugt.
Flavonoide
Flavonoide sind universell in Pflanzen alssekundäre Pflanzenstoffevorhanden, somit auch in der menschlichen Nahrung. Ihnen werden besondersantioxidativeEigenschaften zugeschrieben. Die meisten Flavonoide haben eine gelbliche Färbung, was man bereits aus dem lateinischen Namen (flavus = gelb) ableiten kann.
freie Radikale
Unter freien Radikalen versteht man Moleküle, Ionen oder Atome, die aufgrund eines überzähligen Elektrons sehr reaktionsfreudig sind. Freie Radikale entstehen am laufenden Band in unserem Stoffwechsel und können durchaus als aggresiv und zerstörerisch bezeichnet werden. Insbesondere Antioxidantien sind in der Lage diese Stoffe zu neutralisieren und somit Schäden im Körper zu verhindern.
Fresszellen
Fresszellen, auch Makrophagen genannt, sind ein wesentlicher Bestandteil der Immunabwehr und haben die Aufgabe, in den Körper eingedrungene Erreger wieBakterien, Viren oder Toxine durch Phagozytose – „Auffressen“ – zu vernichten.
Galle
Die Galle ist eine Flüssigkeit, die in der Leber erzeugt wird und dann in den Dünndarm geleitet oder in der Gallenblase gespeichert wird. Der größte Bestandteil stellt Wasser dar. Daneben enthält Galle u. a. aber auch Cholesterin, spezielle Lipide, Phospholipide und Gallensäuren.
Gastrin
Gastrin ist ein Hormon, welches in speziellen Zellen im Magen und in der Schleimhaut des Dünndarms erzeugt wird. Die Ausschüttung hängt insbesondere von der Magendehnung, Reizung durch das vegetative Nervensystem, Proteingehalt der Nahrung und der Ansäuerung des Magens ab. Gastrin bewirkt eine vermehrte Ausschüttung von Salzsäure und proteinabbauenden Enzymen sowie fördert es die Magenbewegung und den Muskeltonus des Schließmuskels, der am Eingang des Magens liegt.
GEDA
GEDA steht für Gesundheit in Deutschland Aktuell – eine Studie, die vom Robert-Koch-Institut durchgeführt wird. Die Bevölkerung wird zu verschiedenen wichtigen Themenbereichen telefonisch befragt, um aktuelle Aussagen zu dem Gesundheitszustand der Bevölkerung machen zu können. So bilden die Ergebnisse der GEDA-Studie beispielsweise die Grundlage für die Entwicklung von Präventionsprogrammen und dienen der Vorbereitung von gesundheitspolitischen Maßnahmen.
Hämatokrit
Unser Blut besteht in erster Linie zu 55 % aus Plasma und zu 45 % aus Zellen. Zum Plasma zählt man überwiegend Wasser sowie gelöste Stoffe (z. B. Elektrolyte und Plasmaproteine wie Antikörper). Den zellulären Anteil bilden insbesondere Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten. Hämatokrit beschreibt dabei den Anteil der Zellen am Blutvolumen. Bei Männern liegt dieser Wert bei 39 % bis 49 % und bei Frauen bei 33 % bis 43 %.
Hämoglobin
Hämoglobin ist jener Bestandteil roter Blutkörperchen, der den Sauerstoff aus der Atemluft aufnimmt und bindet. Es ist der „Blutfarbstoff“ und der Grund dafür, warum Venen blau-lila und Arterien rot erscheinen. Ist wenig Sauerstoff gebunden wie in Venen (Blut fließt zum Herzen), scheint das Blut blau-lila, ist viel Sauerstoff gebunden wie in Arterien (Blut fließt vom Herzen weg), erscheint das Blut hellrot.
Harnsäure
Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das im Rahmen des Abbaus von Purinbasen (Bestandteile der DNA) entsteht. Der primäre Ausscheidungsweg ist die Niere und somit der Urin. Eine Überproduktion von Harnsäure oder eine Störung der Ausscheidung von Harnsäure können zum klassischen Krankheitsbild der Gicht führen, indem sich die Harnsäure im Gewebe ablagert (insbesondere die Gelenke sind betroffen).
Hefen
Hefen oder Hefepilze sind einzellige Pilze, die sich durch Sprossung oder Teilung (Spaltung) vermehren. Hefen gehören zu den wichtigstenMikroorganismenmit kommerzieller Bedeutung, die seit jeher im Dienste der Menschheit stehen. Schon in den frühen Hochkulturen desNahen Ostenswurden die alkoholischen GetränkeWeinundBiersowieBrotmit Hilfe von Hefen hergestellt.
Herzfrequenz
Als Herzfrequenz wird die Anzahl an Herzschlägen pro Minute bezeichnet. Sie varriert normalerweise zwischen 50 bis 100 Schlägen pro Minute.
Herzvorhof
Das menschliche Herz ist aus 4 „Räumen“ aufgebaut: 2 Herzvorhöfe und 2 Herzkammern. Die rechten Herzräume sind von den linken Herzräumen durch eine Trennwand (Septum) abgetrennt, sodass das sauerstoffarme von sauerstoffreichem Blut getrennt bleibt und nicht vermischt. Das sauerstoffarme Blut fließt durch rechten Herzvorho und rechte Herzkammer in die Lunge, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Von dort fließt das sauerstoffreiche Blut durch linken Herzvorhof und linke Herzkammer in die Aorta und den großen Blutkreislauf.
Histamin
Histamin ist ein biogenes Amin der Aminosäure Histidin. Das Enzym Histidindecarbodylase und der Cofaktor Pyridoxalphosphat wandelnd folglich Histidin zu Histamin um. Einige Zellen sind in der Lage diesen Stoff zu erzeugen und speichern ihn dann ein. Insbesondere Zellen des Immunsystem sind teilweise zur Bildung befähigt. Im Zuge eines Stimulus kommt es dann zur Freisetzung von Histamin aus den bildenden Zellen. Histamin wirkt dabei auf sämtliche Bereiche des Körpers. Vor allem im Rahmen allergischer Reaktionen spielt die Ausschüttung von Histamin eine besondere Rolle. Auch bei entzündlichen Prozessen kommt es zur Ausgabe.
Hyperglykämie
Unter einer sog. Hyperglykämie versteht man einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Um hierbei pathologische (krankhafte) Veränderungen zu erkennen, betrachtet man in erster Linie den Nüchternglukosespiegel. Ist dieser erhöht, könnte dies ein Indiz für eine Diabeteserkrankung sein.
Idealgewicht
Laut WHO liegt ein Idealgewicht dann vor, wenn der BMI innerhalb von 18,5 bis 25 liegt. Der BMI setzt die Größen Körpergröße und Gewicht in Relation.
Immunsystem
DasImmunsystemist das Abwehrsystem biologischer Organismen gegenüber fremden Substanzen oder Lebewesen. Es unterscheidet zwischen eigenen und fremden Strukturen. Über ein Immunsystem verfügen nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Pflanzen und – in stark reduzierter Form – sogar Mikroorganismen.
Immunzellen
Zum Immunsytem gehören spezialisierteZellen – die Immunzellen -, die entweder frei beweglich (z.B. imBlut) oder ortsständig in den verschiedenen Geweben vorkommen. Die Immunzellen werden auch als Leukozyten oder weiße Blutkörperchen bezeichnet und können in drei große Gruppen unterteilt werden: die Granulozyten (Anteil circa 50-70%), die Lymphozyten (Anteil circa 20-40%) und die Monozyten (Anteil circa 1-6%). Leukozyten haben im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) auch einen Zellkern.
Influenza
Unter Influenza versteht man die „echte Grippe“, die überwiegend durch die Viren Influenza A oder B ausgelöst werden kann. Jährlich sind lauf Schätzungen der WHO rund 10-20% der Weltbevölkerung betroffen. Bei Weitem nicht alle Influenza-Infizierten erkranken aber, noch weniger erkranken mit typischer Symptomatik. Wichtigste Kennzeichen sind jedoch plötzlicher Beginn mit hohem Fieber bis zu über 40°C, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockener Husten.
Insulin
Insulin ist ein Hormon, was in der Bauchspeicheldrüse erzeugt wird. Es wirkt auf unseren Blutzuckerspiegel, indem es dafür sorgt, dass insbesondere Glukose vermehrt in die Zellen aufgenommen wird. Es sorgt somit für eine Senkung des Blutzuckerspiegels. Mithin ist der größte Sekretionsmechanismus der steigende Blutzuckerspiegel.
Insulinresistenz
Unter Insulinresistenz versteht man eine verminderte oder aufgehobene Wirkung des Hormons Insulin auf Körperzellen. Insulin wird normalerweise bei jeder Erhöhung des Blutzuckerspiegels aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut ausgeschüttet. Die Insulinresistenz ist Merkmal der weit verbreiteten Zuckerkrankheit, dem sogenannten Diabetes mellitus.
Intoxikation
Intoxikation ist ein Synonym für Vergiftung.
Inulin
Inulin ist ein Ballaststoff, der vom Körper nicht aufgespalten werden kann. Heutzutage wird Inulin oft als Zutat in derLebensmittelherstellung verwendet – beispielsweise inJoghurtals Fettersatz und um den Geschmack, dieTexturund dasMundgefühlzu verbessern. InWurstwarendient es dazu, denBallaststoffanteilzu erhöhen. Es beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht und hilft beim Aufbau einer gesunden Darmflora.
Inzidenz
Der Begriff Inzidenz bezieht sich auf eine Erkrankung innerhalb einer bestimmten Population. Man kann insofern auch von Neuerkrankungsrate sprechen. Folglich bestimmt der Wert der Inzidenz die Wahrscheinlichkeit an einer Erkrankung zu erkranken.
Kanzerogen
Bedingungen sind kanzerogen (wie beispielsweise bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln), wenn sie nachweislich bzw. potentiell dazu beitragen Krebs auszulösen bzw. zu fördern. Spricht man von karzinogen bedeutet dies das gleiche.
Kardiovaskuläres Ereignis
Der Begriff „kardiovaskulär“ erfasst das Herz und Gefäßsystem. Folglich sind kardiovaskuläre Erkrankungen negative Veränderungen dieser beiden Bereiche. Ein kardiovaskuläres Ereignis ist dann die Folge einer solchen Erkrankung (wie zum Beispiel Gefäßverkalkungen). Mit Ereignissen sind exemplarisch Herzinfarkte und Schlaganfälle gemeint.
Karzinogen
Vgl. „Kanzerogen“
Karzinom
Ein Karzinom ist eine bösartige Entartung von Zellen, die epithelialen Ursprungs sind. Sie wachsen invasiv und haben das Potenzial zu metastasieren.
Katecholamine
Unter diese Stoffe fallen Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Sie agieren im Körper als Neurotransmitter und sind somit Teil der Signalübertragung im Nervensystem.
Katabole Reaktion
Der gesamte Stoffwechsel wird eingeteilt in katabole und anabole Reaktionen. In katabolen Reaktionen wird durch Abbau von Nährstoffen und körpereigenen Stoffen Energie erzeugt.
Knochenmark
Das Knochenmark befindet sich im Knochen und macht ca. 5% des Körpergewichts aus. Das Knochenmark ist Ort der Blutbildung beim Erwachsenen. Mit freiem Auge unterscheidet man rotes vom gelben Knochenmark. Das gelbe Knochenmark ist Fettmark, das rote Knochenmark besteht hauptsächlich aus Stammzellen und Blutzellvorstufen, die direkt in die Blutbahn ausgeschüttet werden.
Kollagenfasern
Kollagen ist der wichtigste Faserbestandteil vonHaut,Knochen,Sehnen,Knorpel,BlutgefäßenundZähnen. Die Familie der Kollagene stellt eine heterogene Gruppe von Proteinen dar, die etwa ein Viertel der Gesamtproteinmenge im menschlichen Organismus ausmachen. Bindegewebszellen – sogenannte Fibroblasten – produzieren menschliches Kollagen.
Kollagensynthese
Kollagen ist ein Hauptbestandteil des Bindegewebes und wird durch sog. Fibroblasten gebildet. Kollagen besteht aus Glykoproteinen, welche sich zu längeren Ketten verbinden.
Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe, auch Konservierungsmittel genannt, werden v. a. in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um Produkte haltbarer zu machen. Diese Stoffe sind in der Lage Mikroorganismen am Wachstum zu hindern. Konservierungsstoffe fallen unter Zusatzstoffe. Ihr Einsatz ist gesetzlich reglementiert.
Leberfibrose
AlsLeberfibrosewerden Umbauvorgänge in derLeberbezeichnet, bei der zunehmend Lebergewebe durchBindegewebeersetzt wird. Dieser Umbau wird durch langdauernde schädigende Einflüsse durch Viren, Alkohol, fettreiche Nahrung oder Medikamente verursacht. Eine Leberfibrose ist in der Regel nicht mehr rückbildungsfähig und kann bei weiter anhaltender Schädigung in eine Leberzirrhose übergehen. Durch Lebensstiländerung kann der Fortschritt einer Leberfibrose jedoch gestoppt werden.
Leberzirrhose
Eine Leberzirrhose ist eine schwere Erkrankung der Leber, die durch eine völlige Zerstörung der Organstruktur sowie -funktion gekennzeichnet ist. Die Leberzirrhose kann nur durch eine Lebertransplantation geheilt werden. Jährlich erkranken 250 pro 100.000 Menschen neu an einer Leberzirrhose. 30-60% der Erkrankten sterben innerhalb 10 Jahren.
Legierung
Legierung ist ein Begriff aus der Chemie. Darunter versteht man ein Gemenge aus mindestens zwei chemischen Elementen. Dabei ist eines der Elemente ein Metall.
Lunula
Der unter dem Finger- bzw. Fußnagel sichtbare Halbmond wird als Lunula bezeichnet. Er ist der von außen erkennbare Teil der sog. Nagelmatrix, welch für das Wachsen des Nagels verantwortlich ist.
Lutein
Lutein zählt zu den sog. Carotinoiden und wird allgemein zu den sekundären Pflanzenstoffen hinzuaddiert. Insbesondere im grünen Gemüse ist dieser Stoff zu finden. Lutein soll eine gesundheitsfördernde Wirkung auf die Augen haben.
mechanische Barriere
Als mechanische Barrieren bezeichnte man „greifbare“ Hürden des menschlichen Körpers, die der ersten Abwehr von Krankheitseindringlingen dienen. Dazu zählt man alle „Hüllen“ des Körpers, die Innen von Außen abtrennen. Die wichtigste mechanische Barriere ist das größte Organ des Körpers – die Haut. Durch deren Bauweise und Belag (Talg, Schweiß, eigene Bakterienflora) schützt die Haut den Menschen vor Sonneneinstrahlung, Hitze, Kälte, Austrocknung, Infektionen und mechanischen Belastungen.
Melanin
Darunter versteht man einen organischen Farbstoff, der für die Färbung von Haut, Haare und Aderhaut verantwortlich ist.
Membranproteine
Die Membrane unseres Körpers besitzen zahlreiche unterschiedliche Membranproteine. Diese Proteine verfolgen dabei unterschiedlichste Funktionen: u. a. Transport, Signaltransduktion (= Signalübertragung in die Zelle), Antigeneigenschaft.
Menstruation
Menstruation ist der Fachbegriff für die Monatsblutung der Frau. Diese erfolgt stets zu Beginn eines Menstruationszyklus. Kennzeichen der Menstruation ist, dass die innerste Schicht des Uterus abgestoßen und ausgeschwemmt wird.
Metabolismus
Stoffwechsel = alle Vorgänge im menschlichen Körper, die einen Stoff A in einen Stoff B umwandeln. Man unterscheidet zwischen jenen Reaktionen, die dem Stoffabbau und damit der Energiegewinnung dienen und jenen, die dem Stoffaufbau dienen. Charakteristisch für den Stoffwechsel ist, dass er aus unzähligen Stoffwechselwegen besteht, die schlussendlich in eine Reaktionskette – der Atmungskette – mündet, die das Laufwerk des Lebens ist.
Metabolit
Metaboliten sind nichts anderes als Stoffe, die als Zwischen- oder Abbauprodukt aus bestimmten Stoffwechselschritten hervorgehen.
Mikrobiom
Der Begriff Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen am und im menschlichen Körper. Das Mikrobiom besteht aus Bakterien und Pilzen und umfasst nach heutigen Schätzungen etwa 39 Billionen dieser Mikroorganismen.
Mikroorganismen
MikroorganismensindmikroskopischkleineLebewesen(Organismen), die nicht mitbloßem Augeerkennbar sind. Zu den Mikroorganismen zählen Bakterien (z. B. Milchsäurebakterien), viele Pilze (z. B. Backhefe), mikroskopische Algen sowie Protozoen (z. B. Pantoffeltierchen und der Malaria-Erreger Plasmodium).
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind für den Körper essenzielle Stoffe. Darunter fallen die Mengen- und Spurenelemente.
Mischkost
Verfolgt eine Person sog. Mischkost, so wird auf pflanzliche und tierische Produkte zurückgegriffen. Assoziiert wird diese Form der Ernährung mit ausgewogener und abwechslungsreicher Versorgung des Körpers.
Mitochondrien
Die Mitochondrien sind die Energiekraftwerke der Zelle. Sie sind Ort des Ablaufs der Atmungskette und produzieren Energie in Form von „ATP“. Fällt diese ATP-Produktion aus, stirbt die Zelle. Mitochondrien scheinen nicht immer schon Bestandteil menschlicher Zellen gewesen zu sein – aufgrund ihrer Doppelmembran wird vermutet, dass sie im Laufe der Evolution in Einzeller aufgenommen wurden, damit diese effizienter Energie produzieren können. Mitochondrien besitzen sogar eine eigene DNA, die nur durch die Mutter weitervererbt wird.
Moleküle
Moleküle sind kleine Teilchen, die aus zwei oder mehreren Atomen aufgebaut sind. Diese Atome werden durch charakteristische Bindungen zusammengehalten. Atome und Moleküle sind Basis allen Lebens und Daseins.
Myokarditis
Als Myokarditis wird eine Entzündung des Herzmuskels bezeichnet. Am häufigsten werden Myokarditiden durch Viren verursacht, bleiben jedoch oft symptomlos und werden schwer erkannt. Viele Betroffene zeigen Zeichen von Müdigkeit, allgemeinem Unwohlsein, Herzstolpern, Fieber und Atemnot. In bis zu 60% geht einer Herzmuskelentzündung eine harmlose scheinende Grippe voraus.
Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel sind Präparate zum Einnehmen, die übliche Stoffe wie Mineralien und Vitamine beinhalten. Die enthaltenen Substanzen sind allerdings hoch dosiert. Typisch ist, dass diese Mittel frei verkäuflich sind und in Form von Pulvern und Tabletten angeboten werden.
natürliche Killerzellen (NKZ)
Natürliche Killerzellen sind Zellen der Immunabwehr, die Krebszellen oder von Viren befallene Zellen erkennen und abtöten können. Sie gehören zum angeborenen Immunsystem und schützen den Körper von Geburt an vor Infektionen. Gesunde Menschen haben einen Anteil von 5-15% NKZ an Blutzellen im Blut.
Neurodermitis
Die Neurodermitis – auch genannt atopisches Ekzem – ist eine nicht ansteckende Hautkrankheit, die durch die Hauptsymptome Juckreiz und rot-schuppende Ausschläge gekennzeichnet ist. Durch die gestörte Hautbarriere ist die Haut besonders anfällig für Infektionen und Entzündungen. Die Neurodermitis gilt nicht als heilbar, ist aber (mittlerweile gut) behandelbar.
Ödem
Unter einem Ödem versteht man die vermehrte Ansammlung von Wasser im Gewebe. Hierbei tritt Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem aus. Ursachen hierfür sind insbesondere Störungen des Kreislaufsystems.
Oligofruktose
Oligofructoseist einMehrfachzucker, der zwischen 30 und 50% derSüßkraftvonSaccharoseaufweist und daher auch alsZuckeraustauschstoffverwendet wird. Außerdem ist es als unverdaulicher Nahrungsbestandteil ein wertvolles Präbiotikum und fördert gesundheitsfördernde Bakterien.
Organ
Ein Organ ist ein selbstständig arbeitendes, bestimmte Aufgaben erfüllendes und (meist) in sich geschlossenes System in menschlichen und tierischen Körpern.
Organismus
Als Organismus wird jedes Lebewesen bezeichnet, dessen „Organe“ funktionell als System zusammenarbeiten.
Organsystem
AlsOrgansystembezeichnet man eine funktionell zusammen gehörende Gruppe vonOrganenimmenschlichenoder tierischen Körper. Zu den wichtigsten Organsystemen gehört das Herz-Kreislauf-System, das Verdauungssystem und das Nervensystem des Menschen.
Osteoporose
Osteoporose ist eine Erkrankung des Skelettsystems. Es kommt zu einer Abnahme der Knochensubstanz und krankhaften Architektur der Knochen. Durch Reduktion der Knochensubstanz nimmt die Knochendichte ab und die Gefahr für Frakturen steigt. Insbesondere Frauen nach der letzten Montasblutung sind anfällig für Osteoporose.
Oxalat
Oxalat, auch Oxalsäure genannt, ist eine Dicarbonsäure. Dieser Stoff wird sowohl beim Mensch als auch beim Tier im Stoffwechsel erzeugt. Doch auch über die Ernährung wird Oxalat aufgenommen. Insbesondere hohe Mengen können gesundheitsschädlich sein.
oxidativer Stress
Zu einem oxidativen Stress kommt es, wenn sog. reaktive Sauerstoff – und Stickstoffspezies (ROS und RNS) übermäßig im Körper vorkommen. Diese Produkte werden teilweise selbst im Körper synthetisiert, werden aber auch von außen aufgenommen. ROS und RNS sind in der Lage körpereigene Moleküle zu schädigen.
Parästhesie
Sensible Nerven versorgen ganz genau definierte Hautareale. Kommt es zu Missempfindungen, man kann auch von krankhaften Empfindungen sprechen, so spricht man von einer Parästhesie.
Parenteral
Unter dem Begriff „parenteral“ versteht man im Rahmen der Gabe von Medikamenten und Nährstoffen die Umgehung des Intestinaltraktes (Magen-Darm). Hierfür werden die zu verabreichenden Stoffe durch Injektion oder Infusion dem Betroffenen verabreicht.
Parese
Darunter versteht man einen Ausfall von einzelnen Muskeln oder ganzer Gruppen von Muskeln. Der Laie spricht in dieser Angelegenheit von Lähmung.
Pastinaken
Pastinaken, auch unter den Namen Pastinak oder Hammelmöhre bekannt, waren früher ein Grundnahrungsmittel, das zwischendurch in Vergessenheit geriet. Wie Möhren, Topinambur oder Steckrüben zählen Pastinaken zum Wurzelgemüse. Pastinaken werden ab September geerntet und haben den ganzen Winter über Saison.
Peripherie
Als Peripherie bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch die Umgebung um ein Zentrum. Bezogen auf den menschlichen Körper sind alle stamm- oder herzfernen Körperteile peripher.
Pestizide
Pestizide sind Stoffe, die insbesondere in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen und in der Lage sind spezielle Lebensformen wie Viren, Bakterien, Würmer oder Einzeller anzugreifen und im Wachstum oder im Dasein zu hindern.
Pharmakologie
Die Pharmakologie beschäftigt sich mit Wechselwirkungenn zwischen einzelnen Wirkstoffkomponenten (von beispielsweise Medikamenten) und dem biologischen Kreislauf eines Individuums.
Physiologie
Die Physiologie beschäftigt sich mit den funktionellen Vorgängen in Menschen, Pflanzen und Tieren. In der Medizin dient dieser Fachbereich als Fundament, um Krankheiten in der Entstehung und Behandlung zu verstehen.
Polyphenole
Unter diesemBegriff oder dem Begriff Phytamine werden ganz unterschiedliche in Pflanzen, auch in Nahrungspflanzen, vorkommende Stoffe zusammengefasst. Sie liefern dem Körper weder Energie, noch zählen sie zu den bisher bekannten Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Lange Zeit wurden diese Pflanzenstoffe nicht beachtet. Inzwischen sind ca. 100000 dieser Stoffe bekannt. Besonders interessant für uns sind solche, die in Nahrungsmitteln vorkommen. Die Stoffgruppe der Polyphenole gehört ebenso wie die Phytoöstrogene, die Carotinoide und die Alkaloide (z.B. Nikotin) zu den sekundären Pflanzenwirkstoffen.
Präzisionskaliper
Mittels dieses zangenähnlichen Instruments kann die Dicke ausgewählter Hautfalten ermittelt werden. Auf diese Weise kann man Rückschlüsse auf den Körperfettanteil machen.
Psoriasis
Psoriasis ist der medizinische Fachbegriff für „Schuppenflechte“. Die Schuppenflechte ist eine nicht-ansteckende Autoimmunkrankheit – also eine Krankheit, die durch „Fehlprogrammierung“ des Immunsystems zustande kommt. Sie äußert sich als flächige, rote und schuppige Plaques, die am gesamten Körper auftreten können und Betroffene massiv einschränken. Weltweit leiden etwa 125 Millionen, in Deutschland ca. 2 Millionen Menschen unter der Krankheit.
Purine
Purine sind chemische Verbindungen, die im Körper insbesondere im Rahmen der Nukleotidbiosynthese (Bauteile der DNA) verwendet werden.
Radikalfänger
Radikalfänger oder auch Antioxidantien sind Stoffe, die aggressive freie Radikale einfangen und sie so „unschädlich“ machen. Die über die Nahrung aufgenommenen Radikalfänger werden als natürliche Antioxidantien bezeichnet – wichtigste Beispiele sind Vitamin C (Ascorbinsäure in Paprika, Grünkohl und Zitrusfrüchten), Vitamin E (in pflanzlichen Ölen), Flavonoide (in Tee, Kaffee, Rotwein, Zimt, Kakao) und Carotinoide (in Obst, Gemüse und Eiern).
Rhinoviren
Rhinoviren sind Viren, die den klassischen Schnupfen verursachen. Rhinoviren sind weltweit verbreitet und bevorzugen Temperaturen von 3 bis 33 °C – einer der Gründe, warum sie sich so gerne in der kühlen und trockenen Winter-Nasenschleimhaut ansiedeln. Übertragen werden die Viren weniger über die Luft bei Niesen oder Husten, sondern über verschmutzte Hände oder Gegenstände.
Ribosomen
Die Ribosomen sind essentielle Zellbestandteile, da sie die DNA-Kopien (RNA) ablesen und je nach Anleitung verschiedene Aminosäureketten produzieren, die letztlich Basis aller Proteine sind. Dafür benötigen sie natürlich freie Aminosäuren, die frei in der Zelle herumschwimmen und teils vom Körper selbst hergestellt werden können, teils aber von außen über die Nahrung zugeführt werden müssen (essentielle Aminosäuren).
Rote Blutkörperchen
Rote Blutkörperchen – auch genannt Erythrozyten – sind die häufigsten Blutzellen. Sie sind in der Mitte von beiden Seiten leicht eingedellt und haben keinen Zellkern. Sie sind besonders beweglich, damit sie auch kleinste Gefäße passieren können und nicht stecken bleiben.
Sauerstoffradikal
Schädliche chemische Verbindungen mit Sauerstoff, die Schäden in unserem Körper anrichten können. Man spricht insofern vom oxidativen Stress.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe sind Inhaltsstoffe von Pflanzen, die als Duft-, Abwehr-, Farb- und Aromastoffe fungieren. Mithin dienen sie dem Wachstum der Pflanze.
Serotonin
Dieser Stoff ist ein Neurotransmitter unseres Nervensystems und ist v. a. an der Schmerzempfindung und dem Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt.
Spurenelemente
Diese Elemente zählt man zu den Mineralstoffen. Der Körper benötigt diese Stoffe nur in geringen Mengen. In der Regel handelt es sich um anorganische Nährstoffe.
Taillen-Hüft-Verhältnis
Mittels der Ermittlung des Verhältnisses aus dem Taillen- und Hüftumfang können Rückschlüsse auf das individuelle Fettverteilungsmuster gezogen werden und somit existierende Gesundheitsrisiken bewertet werden.
Thermoregulation
Der BegriffThermoregulationumfasst alle Mechanismen des menschlichen Körpers zur Aufrechterhaltung einer konstantenKörperkerntemperaturvon etwa 37°C.
Thrombose
Unter einer Thrombose versteht man eine lokale Blutgerinnung mit der Entstehung eines Thrombus (Blutgerinnsels) als Folge. Man unterscheidet dabei Thrombosen die ihren Ursprung in arteriellen und venösen Gefäßen oder im Herzen haben. Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Die in den Gefäßen entstehenden Blutgerinnsel resultieren in der Regel aus einer Veränderung der Virchow-Trais: Blutströmung, Gefäßwand und Blutzusammensetzung. Im Herzen kommt es oftmals zu Gerinnseln aufgrund von gravierenden Stromungsveränderungen (wie im Rahmen von Herzklappenfehlern).
Todesrate
Die Todesrate, Sterberate oder Mortalität bezeichnet die Anzahl der Todesfälle pro Bevölkerung pro Zeit, beispielsweise pro 1000 Personen in einem Jahr. Davon abzugrenzen ist die Letalität: sie bezeichnet die Anzahl der Todesfälle bezogen auf Menschen, die an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind. Sie beschreibt also, wie tödlich eine Erkrankung ist.
Topinambur
DieTopinambur(Helianthus tuberosus) gehört zur Familie der Korbblütengewächse und ist eng mit der Sonnenblume verwandt. Die Pflanze kann eine Größe von bis zu 3 m erreichen, ferner bildet sie essbare Stolonen am Wurzelstock, die auch als Knollen bezeichnet werden und zwischen 4-10 cm groß werden.
Transkriptionsfaktor
Im Rahmen der Genetik und der Synthese von Genprodukten kommt es fast immer zur Transkription und Translation. Die Transkription, als Schritt in dem ein Genort kopiert wird, benötigt Faktoren, die bei der Synthese der Genkopie behilflich sind. Ohne Transkriptionsfaktoren können bestimmte Proteine die Transkription weder einleiten noch richtig durchführen.
Tremor
Tremor wird dem Großteil als Muskelzittern bekannt sein. Charakteristisch für einen Tremor sind Störungen der Bewegungen mit nicht kontrollierbaren, rhythmischen und immer wieder kehrende Kontraktionen von antagonistischen Muskelgruppen.
Triglyceride
Triglyceride sind chemische Verbindungen, welche der Grundbaustein von Fetten und Ölen ist.
Testosteron
Testosteron ist ein Sexualhormon und wird zu den Androgenen gezählt. Es wird sowohl in Mann, als auch in der Frau synthetisiert. Beim Mann stellt der Hoden der Primärort der Produktion dar. Doch auch die Nebenniere ist in der Lage Testosteron zu erzeugen. Bei der Frau finden sich nicht nur in der Nebenniere, sondern auch in den Eierstöcken Zellen, die zur Produktion von Testosteron befähigt sind. Bekannt ist das Hormon für seine Wirkung auf die Ausbildung der männlichen Geschlechtsorgane sowie Steuerung von Sexualität und Fruchtbarkeit.
Tumorzellen
Tumorzellen – auch genannt Krebszellen – sind Zellen, die aus einer einzigen mutierten Zelle entstehen. Tumorzellen sind also Klone einer Zelle, die durch verschiedenste Ursachen in ihrer DNA geschädigt wurde und nun „falsch programmiert“ ist. Es gibt viele Ursachen für solche Mutationen – Umweltgifte, Sonneneinstrahlung, Alterung, chronische Entzündungen. Es gibt gutartige Krebszellen, die nur lokal wachsen, und bösartige Krebszellen, die sich im gesamten Körper verteilen können. Die häufigsten bösartigen Krebsarten sind Brust-, Prostata-, Dickdarm- und Lungenkrebs.
Übergewicht
Übergewicht ist definiert als zu hohes Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Nimmt man den Body Mass Index (BMI) als Berechnungsformel, so gilt man bei einem BMI > 25 kg/m2 als übergewichtig.
UV-Strahlung
Die Ultraviolettstrahlung gehört zur sog. elektromagnetischen Strahlung. Das Wellenspektrum dieser Strahlung liegt für den Menschen außerhalb des sichtbaren Bereichs. Die Wellenlänge liegt zwischen 100 und 380 Nanonmetern.
Veganismus
Veganismus beschreibt die vegane Ernährungsform. Anhänger dieser Ernährungsform verzichten vollständig auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs. Darüber hinaus bezieht sich ihre Einstellung von tierfreien Prdoukten nicht nur auf Lebensmittel, sondern auch auf u. a. Kleidung und Kosmetik. Sämtliche Versuche und Verarbeitungswege mit Tieren werden abgelehnt.
Vegetarismus
Vegetarismus beschreibt die vegetarische Ernährungsform. Anhänger dieser Ernährungsform greifen überwiegend auf pflanliche Öebensmittel zurück. Tierische Produkte werden abgelehnt, wohingegen Erzeugnisse von Tieren zu sich genommen werden darf.
Verdauungsenzyme
Im Rahmen der Verdauung wirken diverse Enzyme in den einzelnen Abschnitte des Verdauungstrakts „zerkleinernd“ auf die Nahrungsbestandteile. In der Konsequenz verhelfen die Verdauungsenzyme dem Körper dazu Nahrungsbestandteile in kleine resorbierbare Teilchen zu zerlegen.
Viren
Viren sind keine Zellen, sondern Strukturen, die Zellen befallen. Viren können sich nur in einem „Wirt“ – also einer Zelle – vermehren und sich so auf andere Zellen ausbreiten. Bislang sind etwa 1,8 Millionen verschiedene Arten bekannt, vermutlich existieren aber noch viel mehr. Eine Infektion mit Viren erzeugt in ihren Wirten meist eine Abwehrreaktion, kann aufgrund zahlreicher Tricks der Viren aber auch ohne verlaufen. Ein Beispiel sind Windpocken, die lange nach Krankheitsausbruch im Körper versteckt bleiben und nach vielen Jahren plötzlich eine Gürtelrose auslösen können.
Zeaxanthin
Zeaxanthin ist ein Farbstoff von Pflanzen, der für die teilweise gelbe, orange oder rote Farbe verantwortlich ist. Diesen Stoff zählt man als einen der Hauptvertreter zu den Carotinoiden.
Zellmembran
Eine Zellmembran besteht aus mehreren Bestandteilen. Darunter fallen insbesondere Proteine, Phospholipide und Cholesterin. Die Gesamtheit der Bestandteile schafft eine äußere Abgrenzung der Zelle zur Umgebung und schützt so den Inhalt der Zelle. Die Eigenschaft von Zellmembranbauteilen in wässriger Umgebung eine Membran ausbilden zu können, wird als amphiphile Eigenschaft bezeichnet und basiert darauf, dass die Phospholipide einen lipophilen und lipophoben Anteil besitzen.
Zellorganelle
Zellorganellen sind kleinste Einheiten in einer Zelle. Die Endung -ellen drückt die Winzigkeit dieser kleinen Zellorgane aus. Jede Zelle besitzt viele verschiedene Zellorganellen mit verschiedenen Funktionen, um deren Lebensfähigkeit aufrechtzuhalten.
Zentralisation
In der Medizin bezeichnet man als Zentralisation alle Anpassungsvorgänge, die die Blutversorgung lebenswichtiger Organe aufrechterhalten. Die Zentralisation tritt typischerweise im Rahmen schwerer Verletzungen und eines körperlichen Schocks ein. Es kommt zu einer Umverteilung des Blutes von peripher nach zentral zu lebenswichtigen Organen (Herz, Gehirn).